Change Manager im Unternehmen: Resilienz als unerlässliche Key-Kompetenz

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Unternehmen unterliegen im täglichen operativen Geschäft einem permanenten Wandel. Die Anforderungen in einer immer schnelleren Welt sorgen dafür, dass technische Entwicklungen, Digitalisierung, Ansprüche der Mitarbeitenden, Kommunikationsstrukturen, Fachkräftemangel oder Rationalisierungsmaßnahmen in ständigem Wechsel sind und es ist Aufgabe von Führungskräften, all diese Bälle dennoch in der Luft zu halten und zielgerichtet und kompetent zu agieren.

Mann im Anzug steht vor einem Berg

Wichtig: Resilienz für Führungskräfte und Mitarbeiter

Im Sinne des Unternehmens und im Sinne der Mitarbeitenden. Doch immer wieder unvermittelt umzuplanen und im Veränderungsmanagement Änderungsprozessen nicht hinterherzulaufen, erfordert neben der fachlichen Kompetenz eine mindestens ebenso wichtige Eigenschaft: Resilienz für Führungskräfte und Mitarbeiter.

Doch wie gelingt es, sich immer wieder neu auszurichten und das Unternehmen auf Kurs zu halten? Welche charakterlichen Eigenschaften benötigen Change Manager und Führungskräfte für eine ausgeprägte Resilienz im Beruf? Welcher Benefit entsteht? Höchste Zeit, einen genauen Blick auf das vielversprechende Mindset zu werfen.

Krisen sind Angebote des Lebens, sich zu wandeln. – Luise Rinser

Verluste kompensieren und Krisen überwinden

Wortwörtlich übersetzt bedeutet Resilienz Elastizität. Ganz gleich, in welche Richtung unvorhergesehene Ereignisse einen Menschen ziehen, ein resilienter Mensch schnellt davon unbeeindruckt zurück in seine Ausgangsposition. Möglicherweise mit Neuausrichtung und Korrektur, aber zuversichtlich und souverän.

Dabei hält auch das Leben resilienter Menschen Stress und Schwierigkeiten bereit. Doch resiliente Menschen verfügen über das Talent, sich dadurch nicht aus der Bahn werfen zu lassen. Sie wissen, dass sie ein ganzes Arsenal an Methoden und Kompetenzen besitzen, welches ihnen am Ende eine erfolgreiche Lösung garantiert. Sie wissen schlichtweg, dass sie die Kontrolle jederzeit zurückerlangen können.

Resilienz privaten Bereich oder auch Resilienz im Beruf ist also eine Strategie oder ein Mindset, das eingesetzt wird, um Verluste zu kompensieren und Krisen erfolgreich zu überwinden. Resilienz ist kein fixer Zustand – es ist ein lebenslanger Lernprozess, denn: Resilienz ist trainierbar.

Das Konzept basiert auf 7 Säulen. Jede dieser Säulen steht für eine Charaktereigenschaft. In Kombination sind sie das Tool, das in jeder noch so scheinbar verfahrenen Situation dynamisches, lösungsorientiertes Handeln ermöglicht.

Modell: Die 7 Säulen der Resilienz

Akzeptanz:
Krisen gehören zum Leben dazu. Wichtig ist es – nach einem kurzzeitigen Gefühl der Überforderung – die aktuelle Situation anzunehmen. Je schneller die Situation realisiert wird, desto schneller ist eine Reaktion möglich.
Optimismus:
Darauf vertrauen, dass Strategien zur Krisenbewältigung und die notwendigen persönlichen Ressourcen vorhanden sind. Das Problem als Herausforderung betrachten. Eine positive Grundstimmung ermöglicht kreativere Lösungsansätze.
Opferrolle verlassen:
Den Blick von der eigenen Person lösen und stattdessen den Fokus auf die Gesamtsituation richten.
Lösungsorientierung:
Sich innerlich von den Problemen distanzieren, weniger grübeln und offen sein für kreative Lösungsansätze.
Positive Zukunftsplanung:
Aus den notwendigen Änderungen Visionen und Ziele mit einem tieferen Sinn ableiten.
Verantwortung übernehmen:
Sich selbst aktiv in den Prozess einbringen. Den eigenen Einfluss erkennen und alle Möglichkeiten im Sinne einer Lösungsfindung ausschöpfen. Verantwortung für sich und andere übernehmen.
Networking:
Sich stets seiner Netzwerke und Beziehungen bewusst sein, diese proaktiv pflegen und in beide Richtungen nutzen. Vorhandene Lücken durch ein ergänzendes Netzwerk schließen.

Reaktion war gestern

Veränderungsmanagement in Unternehmen unterliegt einer ständigen Dynamik. Gefragt sind daher Führungskräfte, die auch vor Herausforderungen nicht zurückzucken und schwierige Zeiten überwinden, um im Anschluss noch stärker zurückzukommen.

Ein resilientes Mindset ist nicht angeboren – es ist antrainiert und lässt sich bewusst steigern. Durch eine permanente Selbstreflexion und Arbeit an der eigenen Person, aber auch durch gezielte Resilienz im Beruf oder beispielsweise ein Coaching wie Resilienz für Führungskräfte.

Hektischer Aktionismus führt in aller Regel zu unüberlegten, falschen Entscheidungen, die nicht selten neue Probleme nach sich ziehen. Hier gilt es, Abstand zum Problem zu gewinnen, für sich selbst positive Aspekte an der Herausforderung zu definieren und lösungsorientiert auf die eigenen Ressourcen zu vertrauen.

Eine optimistische Herangehensweise ermöglicht einer resilienzstarken Führungskraft im Krisenmanagement nachweislich effizientere Lösungen. Zu einem realistischen Blick auf Situationen gehört es auch, die eigenen Unzulänglichkeiten zu erkennen und zu akzeptieren und sie als Chance für die eigene Entwicklung zu begreifen.

Resilienz hat nachweislich einen starken Einfluss auf das gesamte Unternehmen, auf das Team und auf jeden einzelnen Mitarbeiter.

Resiliente Change Manager und Führungskräfte ziehen andere mit

Gelingt es, im größten Umbruch gelassen zu bleiben und überlegt zu handeln, ist dies eine persönliche Führungsstärke, von der jedes Unternehmen profitiert. Noch größer ist dieser Effekt allerdings, wenn dieses Verhalten auch auf die Mitarbeiter überspringt, denn Resilienz im Beruf und eine gewisse Führungskräfte-Resilienz lässt auch sie gelassener und zielorientierter agieren. Je stärker sich Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen identifizieren, desto eher sind sie bereit, auch schwierige Lösungswege mitzugehen und sich mit ihren Kompetenzen konstruktiv und gewinnbringend einzusetzen.

Resilienz hat nachweislich einen wirkungsstarken Impact auf:


jeden einzelnen Mitarbeiter


jedes Team im Unternehmen


das gesamte Unternehmen


Und eine gewisse Führungskräfte-Resilienz birgt weiteres Potenzial.

Raus aus der Komfortzone – Führung 4.0

Der Wandel, dem Führungskräfte in Unternehmen aktuell unterliegen, ist enorm, die Erwartungen an sie entsprechend hoch: Von Change Managern und Führungskräften wird agiles und situatives Arbeiten erwartet. So wird nicht selten in Rekordzeit reagiert und in Echtzeit gelernt. Eine vorausschauende Planung ist unter diesen Bedingungen oft nicht möglich.

Änderungen bringt nicht nur das Aufgabenspektrum mit sich, sondern auch die persönliche Aktion und Interaktion, die Verantwortungsübernahme, die Fehlerkultur. Um hier langfristig erfolgreich agieren und bestehen zu können, ist es zwingend nötig, veraltete Mindsets zu überarbeiten und auf die Resilienz für Führungskräfte zu setzen. Damit es auch zukünftig möglich ist, kritischen Situationen mit größtmöglicher Gelassenheit zu begegnen.

Hinweis zum Beitrag: Aus Gründen der Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

Wir besetzen Führungspositionen. Permanent und interimistisch.